Folge 2: „Es wächst nichts im EPV“- Theorie

Wir haben Neidgenossen, deren Geschäftsmodell es ist, Menschen von ihrem Lebenstraum einer großen Gemeinschaft von aufgewachten Menschen, die sich selbst regiert und erhält durch falsche Versprechungen abzubringen und sich das Geld von neuankommenden Deutschen zurück zu holen, welches ihnen ein anderer Deutscher bei deren Auswanderung abgenommen hat.

Diese werten Herren und Damen verbreiten das Gerücht, dass bei uns im El Paraiso Verde

„Niemals ein Baum wachsen wird“.

Als Beweis wird angeführt, dass ja dort noch „kein Baum ist“.

Na ja. Die Bauminsel, wo es über 100 Jahre alte Bäume gibt, haben diese Herrschaften geflissentlich übersehen, aber wen kümmert die Realität, wenn sie nicht in die Verschwörungstheorie hineinpasst.

Zu den Fakten:

Wir haben eine Humusschicht, die zwischen 50 cm und über 100 cm dick ist. Bestätigt durch Videos und durch den Permakulturexperten Christoff Schneider (Siehe Interview).

Andere Projekte in den Hügeln von Paraguay und in den Gegenden, wo es noch Urwald gibt, kämpfen um jeden Zentimeter Humus. Da sind oft nur 1-2 cm Humus zu finden. Da muss man dann auch Terra Preta machen. Brauchen wir nicht, wir haben Humus in Hülle und Fülle.

Auch wir haben einen Urwaldanteil und haben genau denselben Boden mit einer 1 bis 2 cm dicke Humus-Schicht. Diesen Urwald werden wir NIEMALS roden – so wie es andere Projekte um Asuncion machen, um teuren Baugrund für Deutsche Auswanderer zu schaffe. Welch ein Frevel an der Natur.

Wir im El Paraiso Verde werden den Urwald sukzessive vergrößern und über eine Million Bäume im El Paraiso Verde in öffentlichen Bereichen pflanzen. Ja, auch DAS zahlen Sie mit bei Ihrer Investition in ein Grundstück im El Paraiso Verde

Für Urwaldpflanzen ist fehlender Humus  kein großes Problem, die  schaffen es, dort zu überleben.

Aber leider nimmt keiner, der sich dort (um Asuncion) Grundstücke anschaut einen Spaten in die Hand und überprüft die Dicke der Humusschicht. Gemüse und Obstbäume werden es in den Hügeln schon wesentlich schwerer haben, zu wachsen.

Das ganze Siedlungsgebiet und das landwirtschaftliche Nutz-Gebiet von El Paraiso Verde hingegen ist das Schwemmland eines relativ großen Flusses, des Pirapo.

Hier wurde von den höher gelegenen Gebieten über Jahrtausende oder mehr Humus angeschwemmt und angelagert.

Fakt also: der Humus ist da. Kümmert die Negativlinge natürlich nicht.

Berechtigte Frage jedoch:

Warum wachsen dann hier nicht automatisch wieder Bäume?

Antwort:

  1. Es wachsen Bäume. Seit das Land nicht jedes Jahr abgebrannt wird (was man fast 100 Jahre lang gemacht hat) wachsen bei uns ohne unser Zutun wieder Bäume. Das führt zu Punkt 2
  • Durch das von den Rinderzüchtern jährlich praktizierte (illegale) Abbrennen des trockenen Grases (damit grünes, frisches Gras nachwächst) wurde der Baumwuchs im Ansatz jedes Jahr vernichtet. Logisch, oder?
  • Im El Paraiso Verde  grasten noch vor 10 Jahren bis zu 1000 Rinder. Die haben ein ganz ordentliches Gewicht. Sie verdichteten den Boden. Dadurch können nur die Samen weniger Pflanzen im verdichteten Boden Wurzeln schlagen. Dazu gehört das (nicht werthaltige) Weidegras und das Kapii Gras. Diese Gräser wuchern, weil sie keine Konkurrenz haben und bilden sehr feste, dichte, undurchdringliche Graswurzel-Schichten.
  • Durch diese Graswurzelschichten kommen andere Gräser, Kräuter, oder gar Bäume nicht durch. Daher eine „Monokultur“ eines Unkraut-Grases, nicht mehr tauglich für die Landwirtschaft und ungeeignet für die Bepflanzung mit Bäumen, sofern man nicht geeignete

MASSNAHMEN setzt:

  • Es genügt, die Grasnarbe mit einer groben Scheibenegge aufzureißen und den Boden dann mit einer feinen Scheibenegge zu ebnen und die Brocken zu zerkleinern. Schon sprießen andere Gräser, Kräuter und bereits die ersten Bäume nach ein paar Regengüssen, ohne unser Zutun.
  • Wir pflanzen Pionierpflanzen, meist Leguminosen. Diese werden dann bewusst geschnitten. Der Baumschnitt bildet eine Mulch-Schicht, welche die nachwachsenden Pflanzen, die jetzt aus einem aufgelockerten Boden kommen, vor Sonneneinstrahlung schützen. Jetzt haben alle Pflanzenarten wieder eine gleiche Chance auf Wachstum.
  • Durch Beigabe von aktiviertem Humus, von uns gezogenen Mikroorganismen, Würmern und natürlichem Dünger (Kuh-Dung) wird der Boden belebt. Er bekommt die Flora und Fauna von den Mikroorganismen zurück, die er braucht, damit alles wächst.

Diese Maßnahmen benötigen zwischen 2 Monaten und einem halben Jahr und dann kann man in der nächsten Pflanzsaison alles pflanzen, was in diesem Klima und in Humusböden wächst.

Beweis: Ritas Garten.

Bei Rita  haben wir nur mit der Scheibenegge gearbeitet, bei Trockenheit bewässert und Pflanzen gesetzt.  Das Video sagt mehr als tausend Worte von Verschwörungstheoretikern.

Dokumentation schlägt Argumentation.

Wir werden weiterhin über das Wachsen unserer Bäume und Sträucher im Siedlungsgebiet berichten.

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